Ratgeber zum smarten Badezimmer

Badewanne der Serie Legato von Villeroy & Boch

 

Mithilfe von Smart Home-Technologien zum intelligenten Badezimmer

Immer mehr Menschen vernetzen ihre Wohnräume miteinander und machen ihr eigenes Zuhause zu einem Smart Home. Auch das Badezimmer lässt sich ganz einfach in eine smarte Wohlfühloase verwandeln. Doch welche Möglichkeiten gibt es, das eigene Badezimmer von einem rein funktionalen Raum zu einem smarten Ort der Entspannung für Körper und Geist zu verwandeln?

Wohlfühlfaktor, Komfort, Barrierefreiheit und Energieeinsparung spielen eine immer größere Rolle im Badezimmer der Zukunft. Durch Smart Home-Funktionalitäten können nicht nur Hygiene und Komfort im Badezimmer gesteigert und die Abläufe optimiert werden. Es ist möglich effektiv Energie einzusparen, ohne auf Komfort verzichten zu müssen. Musik aus dem smarten Duschkopf, dem smarten Spiegel oder sogar von der Toilette erscheinen für die meisten zunächst als einfache Spielerei, die im Alltag überflüssig erscheint. Ist man jedoch in den Genuss gekommen, möchte man ungerne darauf verzichten.

Vor einigen Jahren erschien es noch undenkbar, eine Badewanne unbeaufsichtigt volllaufen zu lassen. Heute lassen sich sogar Temperatur und Wasserstand bequem über App oder Sprachsteuerung regeln. Das sorgt für ein optimales Badeerlebnis in den eigenen vier Wänden. Einige Hersteller gehen sogar soweit, dass sie dem Nutzer erlauben eigene Nutzungsprofile zu erstellen. Dies ermöglicht ein komplett individuelles Badezimmer-Erlebnis für jedes Familienmitglied.

Das Badezimmer kann bereits mithilfe einfacher Gadgets in ein Badezimmer der Zukunft verwandelt werden. Preislich beginnt das ganze bei knapp hundert Euro, die Grenze nach oben ist jedoch offen. Um einen besseren Überblick zu bekommen, findet sich im Folgenden eine kleine Übersicht über grundlegende Möglichkeiten das Badezimmer smart werden zu lassen:

Kleine Lampe mit großer Wirkung

Licht beeinflusst unsere Stimmung und unser allgemeines Wohlbefinden, sowohl biorhytmisch als auch emotional. Im smarten Badezimmer gibt es nicht nur die Möglichkeit, das Licht per Sprachbefehl an- oder auszuschalten. Es gibt eine Vielzahl an Optionen, die es erlauben, die Beleuchtung variabel und individuell zu anzupassen und so für eine stimmungsvolle Badezimmerbeleuchtung zu sorgen. Begonnen beim einfachen Dimmen von Lampen und dem Bestimmen von Farben, bis hin zu dem Erstellen von eigenen Routinen. So ist es möglich, zu jeder Zeit die optimale Beleuchtung im Bad zu kreieren.

Von Überall die Temperatur regulieren

Einer der größten Wohlfühlfaktoren im Badezimmer ist die Temperatur. Und hier bevorzugen es die meisten gerne etwas wärmer. Damit die Heizkosten im Winter aber nicht in die Höhe getrieben werden, erlauben Smarte Heizkörperthermostate eine entspannte Temperaturregulierung mittels Smartphone-App über WLAN. Auf diese Weise lässt sich die Heizung von überall und zu jederzeit so regulieren, dass effektiv Energie gespart werden kann. Niemand muss auf die wohlig-warme-Badezimmeratmosphäre verzichten.

Smarte Armaturen für mehr Hygiene und Nachhaltigkeit

Die Bad-Armaturen von Morgen haben eines mit den öffentlichen Sanitärarmaturen gemeinsam – sie sind berührungslos. Dies ist nicht nur hygienischer, sondern gleichzeitig auch wassersparend. Die Armaturen verfügen über Sensoren die Bewegungen erkennen und schalten dann nach Bedarf ein und aus. Möchte man weitere Regulierungen vornehmen, wie zum Beispiel das Einstellen einer festen Wassertemperatur im Gäste-WC, so lässt sich dies ganz einfach über eine App regulieren.

Die smarte Toilette lässt keine Wünsche offen

Smart Home Entwicklungen machen auch vor dem WC nicht halt. In Deutschland werden sogenannte Dusch-WCs immer beliebter. Wie der Name vermuten lässt, handelt es sich bei diesen Toiletten um eine Mischung aus Toilette und Dusche. Nach dem Toilettengang kann der Intimbereich mittels Wasserstrahls gereinigt und anschließend durch einen integrierten Föhn getrocknet werden. Individuelle Nutzerprofile optimieren die Benutzung des Dusch-WCs: Strahlstärke und Wassertemperatur lassen sich regulieren.

Das war doch noch lange nicht alles was die smarte Toilette leisten kann. Es gibt WC-Sitze deren Temperatur über eine App regulierbar ist. So ist der WC-Sitz vor dem Toilettengang garantiert nicht kalt. Außerdem lässt sich der WC-Sitz per Sprachbefehl automatisch öffnen und schließen. Auch automatische Spülvorgänge und das Absaugen von Gerüchen sind keine reinen Zukunftsvisionen mehr.

Das Ende des kalten Duschwassers

Für die meisten beginnt der Start in einen neuen Tag mit einer Dusche am Morgen. Die Einen mögen es eher kalt, während die Anderen eine heiße Dusche bevorzugen. So individuell wie die Wahl der Wassertemperatur, ist auch die Auswahl der bevorzugten Wasserstärke. Schnell wird deutlich, dass sich auch hier smarte Entwicklungen optimal anbieten, um das individuelle Duscherlebnis zu optimieren.

Neben dem gesteigerten Komfort lässt sich mit einer smarten Duscharmatur Wasser einsparen und gleichzeitig das meist gehasste Duschproblem umgehen: Das kalte Wasser beim Aufdrehen der Dusche. Entweder man erträgt das kalte Wasser bis es wärmer wird oder die Dusche wird bereits angeschaltet, bevor man sie betritt und man erledigt währenddessen noch andere Aufgaben. Das Problem dabei: Häufig wird so eine Menge Wasser verschwendet.

Smarte Duscharmaturen können dieses Problem aber ein für alle Mal beseitigen. Über App-Steuerung lässt sich die gewünschte Wassertemperatur einstellen und die Dusche lässt nun genau bis zu dem Zeitpunkt Wasser laufen, bis die gewünschte Zieltemperatur erreicht ist und schaltet sich dann automatisch aus. Betritt man nun die Dusche, hat das Wasser direkt die Wunschtemperatur. Das Resultat minimale Wasserverschwendung bei vergleichsweisem hohem Komfort.

Ein komfortables Vollbad ohne Überlaufgefahr

Eine Badewanne, die den Wasserstand selbstständig überprüft und gleichzeitig für die gewünschte Wassertemperatur sorgt? Heute ist dies kein Problem mehr. Intelligente Wannen und Wannenarmaturen, wie etwa vom Hersteller Grohe, erfüllen diese Wünsche. Mithilfe einer Fernbedienung lassen sich hier ganz einfach Füllhöhe und Badetemperatur regulieren. So lässt sich das Vollbad in vollen Zügen genießen. 

Der Smart Mirror – Mehr als ein einfacher Spiegel

Auch der sogenannte Smart Mirror, also ein smarter Spiegel hält Einzug in die Badezimmer der Deutschen. Mithilfe dieses smarten Spiegels lassen sich nicht nur Uhrzeit und Wetterdaten anzeigen, sondern gleichzeitig auch Informationen über die aktuelle Verkehrslage einsehen oder YouTube-Videos anschauen. Doch dies ist noch längst nicht alles. Mittlerweile gibt es eine Vielzahl von Apps und Möglichkeiten, die sich mit dem smarten Spiegel verwirklichen lassen. Das Wiedergeben von Musik oder Anzeigen von Terminen gehören hier selbstverständlich dazu.

Modernes Design und integrierte Barrierefreiheit – ein Badezimmer für jedes Alter

Wer sein Badezimmer neu sanieren möchte, der denkt bei steigendem Alter auch über Barrierefreiheit nach. Und auch hier lohnt es sich über den Einsatz von Smart Home Technologien und Entwicklungen nachzudenken. Smart Home Komponenten können dafür sorgen, dass ältere Menschen länger selbstständig alleine zu Hause leben können. Um den Faktor Barrierefreiheit und gleichzeitig Sicherheit zu garantieren, gibt es beispielsweise höhenverstellbare WCs, Waschschränke und Sensorfliesen, die ein Notrufsignal aussenden können, wenn jemand hinfällt. Intelligente Technologien sind kein Muss für ein barrierefreies Badezimmer, können aber sehr hilfreich sein.

Ob einfache Musikwiedergabe, Regulierung der Wassertemperatur oder sogar das Erstellen von Nutzerprofilen. Die smarten Technologien im Badezimmer der Zukunft stecken gerade erst in den Kinderschuhen. Sie verwandeln das Bad in eine individuelle Wohlfühloase, die sich ganz an die individuellen Wünsche der Nutzer anpassen. Die Möglichkeiten sind nahezu unbegrenzt.

Das Badezimmer der Zukunft kommt nicht ohne smarte Technologien aus. Noch befinden wir uns ganz am Anfang und es wird in Zukunft mit Sicherheit noch eine Vielzahl von Möglichkeiten geben die uns im Badezimmer der Zukunft in Sachen Hygiene, Nachhaltigkeit und Barrierefreiheit weiteren Komfort verschaffen.

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